Die Abschlussarbeit – Tipps von der Ideenfindung bis zur Abgabe

9 Feb

Abschlussarbeit verfassenKurz vor dem Berufseinstieg kommt es der Abschlussarbeit zur letzten Hürde für Studenten. Sie bereitet den meisten Studierenden Zahnweh, denn sie fühlen sich nur unzureichend vorbereitet. Doch warum? Die Redaktion von PRAKTIKUM UND THESIS gibt in diesem Artikel für Studenten Tipps für Studenten, wie sie diese Herausforderungen strukturiert herangehen können. Solche Herausforderungen sind natürlich nicht nur in der Abschlussprüfung zu meistern, sondern in vielen Fällen in der beruflichen Praxis. Denn dort werden komplexe Aufgaben nur mit einem gewissen Grad an Struktur und Herangehenswerise bewältigt.

Gründe von Unsicherheit

Viele Studenten vermeiden während des gesamten Studiums Hausarbeiten. Bietet ein Dozent ein Referat und eine Ausarbeitung oder eine schriftliche Prüfung an, wird diese meist gegenüber einer Hausarbeit bevorzugt. Die Kurse werden so nicht nach Interesse, sondern nach der Leistung und dem jeweiligen Dozenten ausgesucht. Diese Strategie mag vielleicht im Studienverlauf helfen, auf die eine oder andere Hausarbeit zu verzichten, einer schriftlichen Abschlussarbeit kann jedoch in den allermeisten Fällen nicht entgangen werden. Es empfiehlt sich also schon während der ersten Semester das wissenschaftliche Schreiben zu üben, denn Übung macht bekanntlich den Meister.

Die Abschlussarbeit

Hast du während deiner gesamten Studienzeit Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Ausarbeitungen bei verschiedenen Dozenten angefertigt, bist du eigentlich optimal auf das Schreiben deiner Abschlussarbeit vorbereitet. Du weißt, wie du dein Thema strukturieren kannst, wie du es wissenschaftlich aufarbeitest, wie du zitieren musst, etc. Eine Abschlussarbeit kann in vielen Fällen auch eine empirische Studie beinhalten. Selbst wenn du in deinem bisherigen Studienverlauf noch nie eine eigene empirische Studie erstellt hast, bist du schon oft mit Studien in wissenschaftlichen Texten in Berührung gekommen. Bücher können dir in diesem Fall ebenfalls eine große Hilfe sein!

Die Ideenfindung

Was hat dich in deinem bisherigen Studium fasziniert? Gab es ein besonders interessantes Seminar oder eine gelungene Vorlesung? Hast du dich vielleicht bereits ausführlich mit einem Thema in einer Hausarbeit beschäftigt, dass dich begeistert hat? Freude am Thema ist nämlich enorm wichtig. Eine Abschlussarbeit hat meistens einen deutlich höheren Umfang als eine Hausarbeit. Dies bedeutet auch, dass viel mehr Zeit investiert werden muss. Und wer setzt sich schon gerne für mehrere Monate an ein Thema, das man langweilig findet? Die Themenfindung ist daher besonders wichtig.

Die Gliederung

Nachdem du nun ein Thema gefunden hast, ist es nützlich, Literatur zu lesen und den Inhalt im nächsten Schritt zu exzerpieren. Viele Dozenten wünschen eine vorläufige Gliederung bzw. ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis. Es empfiehlt sich ein Exposé anzufertigen, in dem du das Thema deiner Arbeit vorstellst. Das Exposé sollte ebenso die Struktur deiner Arbeit widergeben und zeigen, welches Konzept oder welches Modell beispielsweise die Grundlage der Thesis bildet.

Absprache mit dem Dozenten

Nun steht ein wichtiger Schritt für deine Abschlussarbeit an. Du musst deinen Dozenten von deinem Thema und deinem Erkenntnisinteresse überzeugen. Es ist ratsam, bereits jetzt deine Gliederung vorzustellen. Dein Dozent kann dir nämlich bestimmt sehr gute Tipps oder Literaturhinweise geben.
Wichtig bei der Wahl des Erstprüfers ist auch, ob du ein gutes „Verhältnis“ zu deinem Wunsch-Dozenten hast. Du solltest das Gefühl haben, dass er nicht nur am Ende deine Arbeit korrigiert und bewertet, sondern, dass er dich während des gesamten Schreibprozesses begleitet und dich betreut.

Das Schreiben deiner Arbeit

Die zeitintensiven Vorarbeiten sind nun abgeschlossen. Es beginnt das Schreiben. Erstelle dir am besten eine Wochenübersicht, in der du deine Schreibzeiten aber auch deine Freizeitaktivitäten einträgst. Eine gute Balance zwischen Freizeit und Abschlussarbeit ist wichtig! Um dich während des Schreibprozesses nicht ablenken zu lassen, solltest du dein Handy auf stumm schalten und dich von jeglichen Social Media fernhalten.

Die Korrekturarbeiten

Wenn du die Rohfassung deiner Abschlussarbeit beendet hast, beginnen nun die Korrekturarbeiten. Sie sind oft zeitaufwändiger als angenommen. Bedenke das bei deinem Zeitplan!
Vier Augen sehen mehr als zwei, sechs Augen vielleicht noch mehr. Lies deine Arbeit bitte nicht nur alleine Korrektur. Schwächen in der Argumentation werden von Außenstehenden oft leichter entdeckt. Rechtschreibfehler werden von dir oft überlesen, du weißt ja schließlich, was dort zu stehen hat. Wichtig ist auch, dass du Layout und andere Formalia deiner Studienordnung  berücksichtigst.

Bindung und Abgabe

Der letzte aufregende Schritt…die Bindung und die Abgabe.
Lasse deine Arbeit mindestens in dreifacher Ausgabe binden, eine Ausgabe für deinen Erstprüfer, eine für deinen Zweitprüfer und eine Ausgabe für das Prüfungsamt. Wenn du auch ein Exemplar haben möchtest, brauchst du sogar vier Exemplare. Um deine Arbeit nach möglichen Plagiaten zu untersuchen, muss meistens eine digitale Ausführung der Abschlussarbeit mitabgegeben werden.

 

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