Innovationsmanagement: Der Turbo für den Mittelstand

21 Mrz

Innovationen schaffenJobs, in denen wichtige Erfahrungen gemacht werden können, gibt es auch im Mittelstand zuhauf. Im Idealfall entstehen aus diesen Erfahrungen neue und kreative Ideen. Sei es, wie die anfallende Arbeit rationalisiert werden kann, sei es, welche Produkte der Markt braucht, aber noch nicht hat. Damit aus diesen kreativen Ideen echte und verwertbare Produkte und Dienstleistungen werden, benötigt das Management eines mittelständischen Unternehmens ein modernes und gezieltes Innovationsmanagement. Denn auch wenn das Innovationsmanagement in vielen Firmen als klassisch projektorientiert betrachtet wird, erfordern neue Medien wie das Web 2.0 und Social Media auch neue Ansätze. Denn die Herausforderungen, die sich durch eine Änderung des Verhaltens der Kunden ergeben, bieten eben auch ganz neue Chancen. Und hier sollte Innovation aus der Führungsebene kommen.

Innovationsmanagement im Mittelstand

Auch wenn der Mittelstand in Deutschland eine der wichtigsten Triebfedern für Innovationen darstellt, tun sich viele Firmen hier noch schwer. Denn eine innovationsfreundliche Kultur stellt sich in Unternehmen nicht von alleine ein. Grundvoraussetzungen sind eine offene und freundliche Arbeitsatmosphäre, allerdings sind weitere Faktoren ebenfalls entscheidend. Denn zwei Punkte werden trotz eines freundlichen Umgangs gerne übersehen:

  • Die Informationen zu neuen Innovationen müssen innerhalb eines Unternehmens transparent sein – das gilt auch für entsprechende Entscheidungen des Managements. Und Mitarbeiter, unabhängig von den Jobs, die sie ausführen, müssen wissen, dass es im Bereich des Innovationsmanagements keine „Fehler“ gibt. Denn Kreativität kann nur dann entstehen, wenn weder Zwang noch Druck herrschen.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Innovationsmanagement selbstverständlich auch Ressourcen bindet. Deswegen ist es gerade im Mittelstand besonders wichtig, dass es nicht nur nebenher betrieben wird, sondern al integraler Bestandteil der Arbeitsaufgaben im Management und bei den Mitarbeitern gesehen werden muss. Es müssen zeitliche Freiräume für die Durchführung des Innovationsmanagements geschaffen werden.

Die Chancen von Innovationsmanagement

Betrachtet man die Entwicklung von Innovationen weltweit, wird schnell klar, dass Europa und USA nicht mehr die Hauptrolle spielen. Denn inzwischen kommen die meisten internationalen Patente aus Asien. Alleine in China hat sich die Zahl der Patente pro Jahr in den letzten Jahren verfünffacht. Auch bei der Gründung neuer Innovationszentren hat Asien inzwischen die Nase vorn.

Denn hier wurde erkannt: Die größte Chance, die gutes Innovationsmanagement bietet, ist der enorme Wettbewerbsvorteil. Werden Produkte und Dienstleistungen von vorneherein für einen breiten, möglichst internationalen Markt gedacht, erhöhen sich die Chancen auf einen wirtschaftlichen Erfolg drastisch. Zudem bietet Innovationsmanagement gerade mittelständischen Unternehmen die Chance, gute Mitarbeiter langfristig zu binden. Denn neben der Bezahlung ist es vor allem die offene Unternehmenskultur, die Mitarbeiter jeden Tag in ihren Jobs Bestätigung gibt. Wenn erkannt wird, dass Leistung, Kreativität und Denken im Unternehmenssinne auch tatsächlich geschätzt und genutzt werden, bleiben Mitarbeiter ihrem Unternehmen treu.

Innovationsmanagement als Partner des Online-Vertriebs

Durch die verstärkte Nutzung von Social Media und Web 2.0 entstehen auch im Innovationsmanagement neue Chancen. Denn die direkte Kommunikation mit Kunden gilt inzwischen als wichtiger Erfolgsfaktor. Ein erster Ansatz zu einer erfolgreichen Umsetzung ist hierbei bei vielen Unternehmen bereits gegeben: Der Online-Kontakt zu den Kunden. Besonders in Marketing, Service und Vertrieb werden die Kanäle von Social Media genutzt, um direkt mit den Kunden in den Dialog zu kommen. Hier gilt es, diese oftmals bereits bestehenden Kanäle auch für das Innovationsmanagement zu nutzen.

Denn der direkte Dialog mit Kunden ist ein wichtiger Baustein für die Abschätzung des wirtschaftlichen Erfolgs eines neuen Produkts. Unternehmen, die Kunden in den Innovationsprozess erfolgreich einbinden, gibt es inzwischen einige. Als Beispiele seien hier die Deutsche Bahn, Nestlé oder die DegussaBank genannt. Diese haben durch die direkte Einbindung von Kunden in die Entwicklung neuer Produkte nicht nur zahlreiche Erfahrungen sammeln, sondern auch ihre Produkte deutlich kundenorientierter gestalten und entsprechend vermarkten können.

Bewährtes erhalten – und alte Zöpfe abschneiden

Bei aller Innovationskraft gilt trotzdem: Auch ein neues Innovationsmanagement hat nicht die Aufgabe, das Rad neu zu erfinden. Denn auch wenn Kunden an neuen Produkten interessiert sind – Überraschungen lieben sie nicht. Dies gilt auch für Mitarbeiter. Denn wer ein Unternehmen als Arbeitgeber wählt, legt Wert auf dessen bestehende Werte und identifiziert sich mit der bestehenden Unternehmenskultur. Deswegen gilt es, auch bei einem innovativen Managementansatz die traditionellen Werte, die ein Unternehmen ausmachen, nicht aus dem Auge zu verlieren.

München als Zentrum der Innovation

Der Standort München ist eines der besten Beispiele dafür, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Zahlreiche mittelständische Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze; die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen sind besonders innovationsfreundlich und der Arbeitsmarkt ist über alle Branchen hinweg gut aufgestellt, wenn man sich beispielsweise die offenen Jobs näher anschaut. Mit einer Arbeitslosenquote von weniger als vier Prozent liegt die bayrische Landeshauptstadt zudem deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Durch die große Vielfalt innovativer und auf neue Technologien orientierter Unternehmen stellt München außerdem einen interessanten künftigen Arbeitsplatz dar. Die erstklassige Infrastruktur und das breite kulturelle Angebot tun ihr übriges, um die Stadt zu einer der beliebtesten in Deutschland zu machen.

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