Texten fürs Web – Tipps für die Unternehmensseite

13 Apr

Texten„Content is King.“ Dieses berühmte Zitat geht zurück auf Bill Gates aus dem Jahr 1996. Zu dieser Zeit gab es noch kein Google. Doch Inhalte zeigten sich schon damals auf verschiedenen Formen in Bildern, Wörtern, Filmen und Audiodateien. Trotz der zunehmenden Digitalisierung und der Fülle an zugänglichen Informationen verliert der Aufwand für gute Inhalte nicht an Bedeutung. Und was einmal in großem Umfang mit Liebe zu Details, Fakten und Zahlen verfasst wurde, könnte morgen schon wieder veraltet sein.

Wie man gute Texte fürs Web verfasst

Egal ob Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden – ohne Überzeugungskraft und Argumente werden Unternehmen es schwer haben, profitabel zu arbeiten. Hier sind einige Tipps, wie man online gute Texte schreiben kann. Dabei werden interessante Aspekte aus der Welt des Content Managements hergenommen.

Kurze, aussagekräftige Sätze

Schon mal vom Lesbarkeitsindex oder von Flesch Reading Ease gehört? Es ist ein messbarer Wert für die Lesbarkeit eines Textes. Je höher der Wert, desto leichter und verständlicher ist der Text zum Lesen.  Nach den Infos hier auf Wikipedia weisen Werte von 60-70 eine Lesbarkeit in der goldenen Mitte auf, die für 13-15-jährige Schüler verständlich ist. Solche Index Werte kommen als Plugins bei einfachen Content Management Systemen zum Einsatz!

Hier lässt sich bestätigen, dass eine bessere Lesbarkeit vor allem durch kurze Sätze erreicht werden kann. Lange Satze mit vielen Kommas und Nebenbaustellen machen das Lesen zu einer unangenehmen Angelegenheit.

Zwischenüberschriften und keine allzu langen Textabschnitte

Für eine bessere Lesbarkeit sind Abschnitte in einem Absatz unbedingt kurz zu halten. Empfehlenswert sind hier 150 Wörter in einem Abschnitt. Bei umfangreichen Texte, z.B. bei wissenschaftlichen Texten ist die Intention eine andere als etwa bei einem Webauftritt eines Unternehmens im Internet. Wer für eine Website Texte verfasst, sollte unbedingt darauf achten, dass Texte leicht verständlich und gut verpackt sind.

Schreibstil möglichst in Aktivform verfassen

Texter sollten auch Passivsätze auf ein Minimum reduzieren, damit die Lesbarkeit nicht verloren geht. Empfehlenswert ist hier, dass Texter maximal 10% aller Sätze in Passivform schreiben. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Texte zu unpersönlich sind und indirekte Reden minimiert werden. Lieber einfache und klar strukturiere Texte verfassen!

Contentumfang – abhängig von der Intention

Informative Ratgeberartikel können schon mal nicht selten mehr als 600 Wörter haben. Kurze Ratgeberartikel sollten im Idealfall nicht weniger als 300 Wörter haben. Es hängt aber von der Intention der Unternehmensseite ab. So ist ein Contentumfang bei 50 – 100 Wörtern auf der Startseite von Internetpräsenzen keine Seltenheit, in denen die Informationen stichpunkthaltig, aber sehr prägnant dargestellt werden. Hier müssen die Texter nach Einzelfall entscheiden, was der User letztendlich lesen will und lesen sollte.

Texte von anderen lesen lassen – Feedback einholen

Selbst ein erfahrener Texter sollte einen Text von anderen gegenlesen lassen. Insbesondere bei Fachartikeln oder wissenschaftlichen Berichten ist nicht nur die Prüfung des Inhalts wichtig, sondern auch die Lesbarkeit, die grammatikalische Ausdrucksform sowie Lesbarkeit. Vier Augen sehen manchmal  mehr als zwei und nicht selten können neue Ideen und Denkansätze eingebracht werden. Schon im Studium sind auf verschiedenen Ebenen Lektoren gefragt (vgl. z.B. bachelor-lektorat.com, jura-lektorat.de, lektorat-masterarbeiten.de ). Und sogar für Unternehmen gibt es spezielle Dienstleister, die den geschriebenen Text genauer unter die Lupe nehmen.

Texte schreiben ist keine triviale Angelegenheit. Denn bei Unternehmensseiten bleiben sie in der Regel für die gesamte Lebensdauer erhalten und werden, wenn überhaupt, mal lediglich in einigen Punkten aktualisiert.

 

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