Who is Who der Familienunternehmen

11 Jul

Deutschland ist wie kaum ein anderes Land der Welt ein Land der Familienunternehmen. Doch wer sind die Köpfe dieser Unternehmenslandschaft? Die Onlineseite „Die Deutsche Wirtschaft“ listet in einem Who is Who die 3.000 wichtigsten Personen der deutschen Familienunternehmen: von Thomas Abel von der Hamburger Funk Gruppe, bis Dr. Max-Burkhard Zwosta von der Sto SE & Co. KGaA in Stühlingen.

Eingang in das Who is Who fanden die Inhaberfamilien der umsatzstärksten Familienunternehmen Deutschlands, die 1. Geschäftsführer dieser Unternehmen, die Präsidiumsmitglieder und Landesvorsitzenden der wichtigsten Familienunternehmerverbände sowie bedeutende Vertreter aus Familienunternehmen in Forschung, Politik, Institutionen und Beratung.

Welche wirtschaftliche Bedeutung dieser Personenkreis hat, zeigt alleine eine Zahl: Die gelisteten 3000 Personen repräsentieren über 1,7 Billionen Euro Jahresumsatz und stellen weltweit über 7,2 Millionen Arbeitsplätze.

Familientradition seit 550 Jahren

Gerade bei den großen Familienunternehmen sind es dabei oft mehr als eine Familie, die im Besitz der Unternehmen ist. So geht das älteste Unternehmen in dem Ranking bis auf das Jahr 1467 zurück (Boschgotthardshütte BGH in Siegen). In vielen Familienunternehmen hat man die Verantwortung für die operative Führung längst auf Fremdgeschäftsführer übertragen. Nur noch in 61 Prozent der Unternehmen ist ein Vertreter der Inhaberfamilie selbst aktiv in der Geschäftsführung tätig. Konsequenterweise sind deshalb im Who is Who neben den Eigentümerfamilien auch die CEOs der Unternehmen erfasst. Auffallend: Frauen sind in diesem Ranking die Ausnahme: nur in 3,3 Prozent der Unternehmen führen sie auch aktiv das Unternehmen; insgesamt finden sich nur 56 Frauen auf dem Posten des CEO oder 1. Geschäftsführers.

Dass Familienunternehmer anders ticken als Manager von Großkonzernen, wurde spätestens bei der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich, als es nicht zuletzt  große und kleine Familienunternehmen waren, die trotz sinkender Umsätze versuchten ihre Mitarbeiter zu halten.

Die Tatsache, dass in der aktuellen politischen Diskussion um Erbschaftsteuer, Vermögensteuer oder Reichensteuer, die Familienunternehmer begehrte Ziele des Geldhungers von Staat und Politik sind, hat die ansonsten eher öffentlichkeitsscheuen Familien professioneller werden lassen. Ihre Interessen vertreten vor allem der Verband Die Familienunternehmer und die Stiftung Familienunternehmen.

Das DDW-Ranking finden sie hier

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