Hitzefrei?

26 Jun

Wenn wie in diesen Tagen die Temperaturen hochschnellen und das Thermometer auf 30 Grad oder mehr klettert, dürfen viele Schüler auf Unterrichtsausfall hoffen. Hitzefrei heißt das Zauberwort. Schließlich können sie sich bei großer Hitze und einer hohen Raumtemperatur schließlich nur schwer konzentrieren. Haben auch Arbeitnehmer ein Recht auf „Hitzefrei“?

Einen Anspruch auf klimatisierte Räume oder Hitzefrei bei hohen Temperaturen haben Beschäftigte nicht. Allerdings ist der Arbeitgeber verpflichtet, Gefährdungen für Leben und Gesundheit seiner Mitarbeiter möglichst zu vermeiden.

So schreibt die Arbeitsstättenverordnung vor, dass die Raumtemperatur nicht über 26 Grad steigen sollte, um Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden. Erklimmt sie einen Wert von 30 Grad und mehr, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um den Arbeitnehmer zu schützen. Denn dann leidet nicht nur die Produktivität, sondern auch die Gesundheit. Es drohen Kreislaufprobleme, Erschöpfung mit Schwindel, Übelkeit und Fieber bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Umziehen statt Hitzefrei

Laut Arbeitsrecht könnten Arbeitnehmer tatsächlich „Hitzefrei“ bekommen, wenn die Lufttemperatur am Arbeitsort mehr als 35 Grad beträgt und keine Schutzausrüstung, Luftduschen oder ähnliches zur Verfügung stehen, die das gesundheitliche Risiko minimieren. In der Realität wird das aber kaum auf ein Mehr an Freizeit hinauslaufen, denn nur selten ist es in allen Räumen des Betriebes gleich heiß. Gibt es kühlere Bereiche, kann der Chef verlangen, dort weiterzuarbeiten.

Übrigens: Klimaanlagen sollten nicht zu kalt eingestellt sein, sonst droht ein Hitzeschock beim Verlassen des Gebäudes. Selbst bei hohen Temperaturen dürfen Büroräume nicht stärker als bis auf 22 oder 21 Grad Celsius heruntergekühlt werden.

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