Rekord an offenen Stellen

10 Aug

Im zweiten Quartal 2017 gab es bundesweit knapp 1,1 Millionen offener Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Damit lag die Zahl um 35.000 über dem bisherigen Höchststand im ersten Quartal 2017. Gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen sogar um 114.000. So das Ergebnis der aktuellen Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Große Unterschiede bei den offenen Stellen gibt es in Ost- und Westdeutschland: In Westdeutschland wurden im zweiten Quartal 2017 insgesamt 838.000 Mitarbeiter gesucht, in Ostdeutschland lediglich 261.000. Erhebliche Zuwächse gab es vor allem im Verarbeitenden Gewerbe mit 124.000 offenen Stellen. Im Vergleich zum Vorquartal bedeutet das ein Plus von 6.000, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar von 24.000 Vakanzen. Auch im Baugewerbe stieg die Zahl der offenen Jobs deutlich an. Im zweiten Quartal 2017 wurden hier 101.000 Mitarbeiter gesucht, 13.000 mehr als im Vorquartal und 3.000 mehr als im Vorjahr.

Besetzung offener Stellen dauert immer länger

„Immer noch gelingt es, die allermeisten Stellen nach einer gewissen Zeit zu besetzen. Es kann jedoch länger dauern als noch vor einigen Jahren“, sagte der IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Trotz der sehr hohen Personalnachfrage könne man noch nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel sprechen, so die IAB-Einschätzung. „Wir sehen aber in einigen Bereichen zunehmende Engpässe“, so Kubis.

Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung viermal jährlich das gesamte Angebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im zweiten Quartal 2017 wurden dafür Antworten von rund 7.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet.

Die Zeitreihen zur Zahl der offenen Stellen auf Basis der IAB-Erhebung sind hier zu finden.

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