Mehr Wettbewerbsfähigkeit durch motivierte Mitarbeiter

18 Dez

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Immer mehr Unternehmen erkennen, dass der Betriebserfolg entscheidend von ihren Mitarbeitern abhängt.

Ein Betrieb kann seine Attraktivität als Arbeitgeber durch die ansprechende Gestaltung seiner Arbeitsplätze steigern. Unternehmen bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Humanität. Es erfordert ein Umdenken von der reinen Personalverwaltung hin zur Mitarbeiterorientierung.

Ziele, die durch Anreize für die Mitarbeiter verfolgt werden:

  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit
  • Verbesserung des Images als Arbeitgeber / Positive Außenwirkung
  • Vermeidung von und Befreiung aus innerer Kündigung
  • Senkung des Krankenstandes bzw. der Fehlzeiten
  • Verringerung von Fluktuation und Bindung an das Unternehmen
  • Erhöhung der Arbeitszufriedenheit
  • Erhöhung von Produktivität, Leistung und Qualität
  • Verbesserung des Betriebsklimas und der Mitarbeitermotivation

Die Mitarbeiterorientierung des Unternehmens soll zu motivierten Mitarbeitern und folglich zu einer Umsatzsteigerung führen. Dem Unternehmen stehen Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung, um Anreize positiv zu beeinflussen bzw. neu zu schaffen.

Materielle Anreize

Zu den materiellen Anreizen zählen eine u.a. eine motivationsfördernde Entgeltgestaltung, zusätzliche Sozialleistungen, Direktversicherungen, Sonderkonditionen für eigene Produkte sowie sonstige Nebenleistungen und Nutzungsgewährungen. Der Nachteil dieser Anreize ist, dass die Mitarbeiter sich an zusätzliche Leistungen gewöhnen, so dass das Unternehmen neue Anreize einführen muss. Außerdem lässt sich ein einmal gewährter Anreiz nur mit Schwierigkeiten wieder abschaffen.

Immaterielle Anreize

Bei den meisten immateriellen Anreizen handelt es sich um Faktoren, die immer vorhanden sind. Dazu gehören z.B.:

  • Arbeitsinhalt: Die Aufgabenstellungen sollten in jedem Fall den individuellen Fähigkeiten entsprechend so gewählt werden, dass sie die Mitarbeiter fordern, aber machbar sind und als sinnvoll empfunden werden.
  • Arbeitszeitregelungen und Arbeitsplatzgestaltung: Die aktive Gestaltung der Betriebs- und Arbeitszeiten ist ein wesentlicher Schlüssel zur Motivation der Mitarbeiter. Die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds kann die Leistungsbereitschaft erhöhen sowie Frust, innerer und auch äußerer Kündigung vorbeugen.
  • Kooperativer Führungsstil der Vorgesetzten: Der Vorgesetzte sollte positive Arbeitsleistungen entsprechend anerkennen, Kritik sachlich formulieren und bei Problemen auch Verständnis für seine Mitarbeiter aufbringen.
  • Mitarbeiterinformation: Trotz Informationsflut fehlen manchmal wichtige Informationen aus Kommu­nikationsmangel, was zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen führen kann.
  • Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Personalentwicklung soll Befriedigung, Freiraum und einen Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben ermöglichen. Außerdem kompensiert sie Ausbildungsmängel und bereitet das Unternehmen auf Herausforderungen vor.
  • Aufstiegs- und Karrierechancen: Zukunftsperspektiven erhöhen die Motivation und es ist langfristig erfolgversprechender, Führungspositionen aus eigenen Reihen zu besetzen.
  • Gutes Betriebsklima: Die genannten Anreize tragen alle zu diesem wichtigen Anreiz bei.

Es gibt noch eine Reihe von Faktoren mit Anreizwirkung, auf die das Unternehmen jedoch keinen oder nur geringen Einfluss hat. Allgemein lässt sich ableiten, dass die Arbeitsbedingungen so zu gestalten sind, dass die intrinsische (von innen her kommende) Motivation der Mitarbeiter hervorgerufen wird. Immaterielle Anreize sind dabei wichtiger.

Eine zielgruppenspezifische Gestaltung der Anreiz-Systeme notwendig, da Anreize nur wirken können, wenn sie vom Mitarbeiter akzeptiert werden. Welche Anreize wirken, kann zum Beispiel durch eine anonyme Mitarbeiterbefragung ermittelt werden.

 

Zur Autorin: Marianne Winkler ist  Dipl.-Betriebswirtin (BA) und berät Kunden beim IBF-Institut für Betriebsführung AG.

 

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