Schlechte Chancen ohne Ausbildung

27 Jun

Dass Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung ein geringeres Risiko haben, arbeitslos zu werden, bestätigten die Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) seit vielen Jahren. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat nun auch regional ermittelt, wie hoch in einzelnen Bundesländern, Kreisen und Bezirken das Arbeitslosigkeitsrisiko für Beschäftiogte ohne Ausbildung ist.

Im Jahr 2016 war die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss in Deutschland mit 20,0 Prozent fast fünfmal so groß wie für Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung, deren Quote bei 4,2 Prozent lag. Die geringste Arbeitslosenquote weisen mit 2,6 Prozent Akademiker auf.

Beschäftigte ohne Berufsausbildung haben zudem ein deutlich höheres Risiko, ihren Job zu verlieren. Außerdem sind ihre Chancen, eine neue Beschäftigung zu finden geringer, bzw. es dauert länger, bis sie wieder in Lohn und Brot stehen. Entsprechend höher ist ihr Risiko langzeitarbeitslos zu werden.

Ohne Ausbildung droht Langzeitarbeitslosigkeit

In der Summe stellen Ungelernte mittlerweile fast die Hälfte der Arbeitslosen, obwohl ihr Anteil an allen Erwerbspersonen nur 15 Prozent beträgt.

Die Daten des Arbeitsamtes zeigen auch: Je höher die Arbeitslosenquote in einer Region ist, desto deutlicher treten die Unterschiede zu Tage. In Gebieten mit niedriger Arbeitslosenquote ist die Differenz bei der Arbeitslosigkeit von Menschen mit und ohne Ausbildung kleiner als in Regionen mit hoher Arbeitslosenquote. Und umgekehrt. Außerdem lässt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle feststellen: In Ostdeutschland ist das Risiko für Menschen ohne Ausbildung, arbeitslos zu werden – und womöglich zu bleiben –, besonders hoch.

Die Daten der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier

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